Wie kann ich Freunde zu Animefans machen?

Wäre es nicht cool, wenn man sich auch mit seinen Freunden über Animes unterhalten kann? Manche haben dieses Glück, andere haben direkt in ihrer Nähe niemanden. Doch kann man nicht einfach jemanden von Animes und Co überzeugen? Wir wollen euch hierbei etwas helfen.

Eines vorweg
Natürlich könnt ihr niemanden dazu zwingen, dieselben Sachen zu mögen. Euren Freund zu fesseln und vor einen Bildschirm zu setzen ist eher kontraproduktiv. Eine minimale Offenheit bei Filmen und Serien muss vorhanden sein. Jemanden, der stur davon überzeugt ist, dass Animes Kinderkram oder Ähnliches ist, kann man kaum vom Gegenteil überzeugen. Zudem gibt es Menschen, denen Unterhaltung in Form von Filmen und Serien nicht zusagen. Die verbringen ihre Freizeit lieber mit Sport, bei Partys oder haben andere Hobbies und empfinden das Ansehen als Zeitverschwendung.

Nicht mit irgendwas beginnen!
Als Beispiel nehmen wir den fiktiven Anime XYZ, jedoch könnte das Schema euch bekannt vorkommen. Ihr möchtet euren Freund von XYZ überzeugen und auch die Story könnte ihm zusagen und dann die Frage,, wie viele Folgen der Anime hat. Und ihr fangt an aufzuzählen: Aktuell gibt es 852 Episoden. Die ersten 100 Folgen sind noch etwas langatmig, dann wird es aber gut. Außer die Filler, ein Viertel der Episoden haben nichts mit der Handlung zu tun. Es gibt auch noch 10 Filme, die nicht mit der Hauptstory zusammenhängen, außer die beide, welche einen bestimmten Arc zusammenfassen. Du solltest es unbedingt auf Japanisch ansehen, da kommen die Emotionen besser rüber. Man kann aber nur einen Teil der Serie legal streamen. Und insgesamt ist aber der Manga deutlich besser. Wenn ihr danach kein „F*** you“ zu hören bekommt, dann habt ihr einen wahren Freund. Wir wollen euch mit diesem Beispiel verdeutlichen, dass ihr einen potenziellen Neueinsteiger nicht überfordern dürft.

Film statt Serie
Wie im Absatz davor bereits erläutert, wäre es unklug mit den zwar beliebten, doch einfach zu umfangreichen Langzeitserien zu starten. Einen guten Einstieg in die Welt der Animes bieten Filme. Besonders die Werke von Studio Ghibli erfreuen sich auch abseits der üblichen Otaku-Community großer Beliebtheit. Prinzessin Mononoke oder Chihiros Reise ins Zauberland werden hier als Paradesbeispiele herangezogen. Spätestens seit Your Name sind auch die Filme von Makoto Shinkai gefragt. Ansonsten können wir noch A Silent Voice, Akira, King of Thorn, Steamboy und Tokyo Godfathers empfehlen. In den letzten Jahren wurden auch immer wieder sogenannte Compilation-Movies veröffentlicht. In diesen werden die Ereignisse einer Animeserie/staffel zu einem oder teils mehreren Filmen zusammengefasst. Manche Sachen werden in der Filmversion natürlich ausgelassen, jedoch klingt 1 Film für mache verlockender als 13 Folgen. Von Attack on Titan über Overlord bis Haikyu!! gibt es viele Zusammenfassungen, die hierzulande erschienen sind.

Nostalgie
Es gibt kaum etwas, das jemanden mehr dazu bewegt, sich einen bestimmten Film oder Serie anzusehen als die Nostalgie. Hollywood hat dies schon lange erkannt und bringt immer wieder Remakes oder Fortsetzungen zu Filmen raus, die bereits einige Jahre auf den Buckel haben. Dasselbe gilt auch bei Animes. Wenn euer Freund früher Mal ein paar Animes gesehen hat, kann man genau da ansetzen. Entweder man schaut gemeinsam einen geliebten Klassiker an oder neue Abenteuer alter Helden. Ob Pokémon, One Piece, Dragonball, Digimon oder Detektiv Conan, zu vielen beliebten Reihen erscheint immer wieder neues Material. Hier besteht aber auch ein gewisses Risiko. So wurde mit Sailor Moon Crystal ein Remake veröffentlicht, welches optisch und auch von der Handlung nun, im Gegensatz zur alten Serie, wirklich der Mangavorlage entspricht. Ein Vorgang, der nicht selten bei Animes ist und ansonsten meist positiv aufgenommen wird. Bei Sailor Moon Crystal führte es zu einem kleinen Shitstorm, da einige Fans mit den Änderungen nicht einverstanden waren. So gab es eine Fraktion die meinte dass „ihre Kindheit dadurch getötet wurde“. Mit einer gewissen Offenheit, insbesondere beim Synchronsprecherwechsel, fallen Änderungen nicht so schwer ins Gewicht.

Gemeinsam ansehen
Habt ihr euren Freund nun dazu überreden können, sich einen Anime anzusehen, dann macht das am Besten gemeinsam. So geht ihr nicht nur sicher, ob er es nun wirklich macht, sondern gemeinsame Aktivitäten werden eher angenommen als wenn man jemanden was „aufzwingt“. Ihr könnt z.b. einen Filmabend vorschlagen. Um den Einstig zu erleichtern, könnt ihr 2 Filme auswählen. Ein Anime und einen anderen Streifen, welchen ihr sowieso gerne zusammen ansehen wollt. Ob der zweite Film nun der neue Superhelden Blockbuster, ein Horrorfilm oder ganz was Anderes ist, spielt dabei keine Rolle. So baut ihr den Anime in einen netten Abend ein.

Hilfe bei weiteren Animes
Sollte euer Plan Früchte tragen und euer Freund zeigt Interesse, dann solltet ihr ihn nun aktiv unterstützen. Schlagt ihm Animes vor, die seinen Geschmack treffen könnten. Auch wichtig ist, dass er diese legal ansehen kann. Wer bereits zu Beginn auf illegalen Plattformen zugreift, wird davon nur schwer wieder wegkommen. Was so schlimm am illegalen Ansehen ist, haben wir euch in einem separaten Beitrag zusammen gefasst. Sollte euer Freund bereits einen Netflix oder Amazon Prime Account haben, dann empfehlt ihm Titel, die es dort zum Streamen gibt. Steigt das Interesse, dann zeigt ihm auch die Anbieter, die speziell auf Animes ausgerichtet sind. Falls ihr euch zum Geburtstag und Co beschenkt, dann könnt ihr da entweder Discs oder eine Mitgliedschaft für eine Streamingseite verschenken.

Welcher Anime ist für den Einstieg geeignet?
Jeder Anime kann für jemanden der erste Anime sein. Wie bereits erwähnt, sollte man jedoch lieber von zu langen Reihen zunächst Abstand nehmen. Auch die japanische Tonspur mit Untertiteln ist selten für einen Einsteiger geeignet, daher sollte der Anime über eine deutsche Synchro verfügen. Ansonsten versucht auf den individuellen Geschmack eures Freundes einzugehen. Einige Filme, die unserer Meinung nach für Beginner passend sind, haben wir bereits weiter oben im Text erwähnt, sowie den jeweiligen aniSearch Beitrag für weitere Infos verlinkt. Bei Serien gibt es einige, die gerne für den Einstieg empfohlen werden: Assassination Classroom, Cowboy Bebop, Death Note, Elfen Lied, Fullmetal Alchemist und Hellsing. Wir würden ansonsten noch zu folgenden raten: Death Parade, The Devil is a Part-Timer!, Kamikaze Kaitou Jeanne, Samurai Champloo und Usagi Drop.

Und wie sieht es mit Mangas aus?
Lesen ist etwas, das man nur schwer zu zweit machen kann. Zwar sollte jeder in der Schule das Lesen gelernt haben, jedoch ist das Aufschlagen eines Buches deutlich weniger beliebt, als das Starren auf einen Bildschirm. Dementsprechend schwer ist es jemanden zum Lesen zu animieren. Das Interesse muss in diesem Fall von der Person selbst kommen. Ihr könnt dies unterstützen, durch das Verleihen von Mangas oder das Bereitstellen von Leseproben oder anderen Informationen. Animes sind aber ein guter Weg das Interesse zu wecken. Diese werden oft produziert, um unter anderem Werbung für den Manga zu machen, wo man oft erst die ganze Handlung erfährt. Will man also das Ende erfahren, muss man zum Manga greifen

chris

Unser Anime-Schnäppchenjäger. Die Gerüchte besagen er hätte noch nie den vollen Preis für eine Disc bezahlt.

chris

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